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Unser liebenswertes Dorf, Leányfalu liegt am rechten Ufer der Donau, an der Landstraße Nr. 11, 25 km von Budapest entfernt. Die Großgemeinde am Fuße des Pilis-Gebirges ist ein herausragender Erholungsort und Teil des Nationalparks Donau-Ipoly. Seine Bekanntheit verdankt dieser Ort in erster Linie seiner Nähe zur Hauptstadt und den berühmten Persönlichkeiten, die sich früher ansiedelten. Diese Anziehungskraft hat der Ort bis heute bewahrt. In Leányfalu befinden sich 1300 Einfamilienhäuser und 1200 Wochenendhäuser, die Anzahl der Einwohner beträgt ca. 3500. Leányfalu verbindet seit dem Jahre 2001 mit der bayerischen Gemeinde Penzing eine intensive Städte-Partnerschaft. 2008 wurde eine weitere Partnerschaft mit der Gemeinde Bánffyhunyad aus Siebenbürgen im heutigen Rumänien geschlossen.

Im letzten Drittel des 1. Jh. nach Chr. gelangte das ganze Donaugebiet in den Besitz des Römischen Reiches. Die Donau wurde zum Grenzfluss der Provinz Pannonien. Ab 106 wurde das Gebiet des Ortes zum Sitz einer neuen Länderei (Pannonia Inferior) und gehörte damit zum Einzugsgebiet von Aquincum, in dem kleinere Güter enstanden. Um 373 ließ Kaiser Valentinian I. ein umfassendes Befestigungsprogramm durchführen, zu dieser Zeit wurde der zweistöckige römische Wachturm mit den Seitenlängen ca. 17 x 17 m im Zentrum der heutigen Gemeinde gebaut. In der Mitte des fünften Jahrhunderts zestörten die verschiedenen Truppen der Völkerwanderung (Hunnen, Goten, Langobarden, Avaren und Slawen) diesen Wachturm, die Ruinen wurden mit Erde zugeschüttet und erst im Jahre l963 wurden sie wieder ans Tageslicht gebracht. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb diese Gegend unbebaut. Hier lagen die Weinberge und Winzerhütten der Bauern von Pócsmegyer. (Dorf auf der Szentendre-Insel.)

Am Ende des 19. Jahrhunderts haben die Bauern ihre Grundstücke verkauft. (Der Weinbau wurde durch die Filoxera Epidemie beendet.). Die Kelterhäuser und Grundstücke wechselten ihre Besitzer. Sowohl die reichen Budapester Bürgerfamilien als auch berühmte, gefeierte Schriftsteller, Künstler des Nationaltheaters und der Nationaloper erwarben hier Grundstücke. Das Auftreten dieser berühmten Persöhnlichkeiten und ihrer Freunde veränderte schlagartig das bis dahin ruhige Leben der Kleingemeinde: Ein sprudelndes literarisches und künstlerisches Leben zog in Leányfalu ein. 1892 wurde die katholische Kirche im neogotischen Stil aus den Spenden dieser Ansiedler erbaut. Die einzelnen Familien spendeten auch die verzierten Glasfenster, die Bänke, die Statuen und die Fahnen. Im Jahre 1901 entstand das Casino Leányfalu, das nicht nur der Unterhaltung seiner aristokratischen Mitglieder diente, sondern zur Entwicklung der Gemeinde erheblich beitrug. 1908 – wurde die Grundschule mit zwei Klassen eingerichtet. Von 1912 bis 1942 lebte hier Zsigmond Móricz, einer der berühmtesten Schriftsteller der ungarischen Literatur. Das gesellschaftliche Leben wurde durch den ”Leányfaluer-Stamm” mit seinen mehr als 120 Mitgliedern in Schwung gehalten. Diese lokalpatriotische Gemeinschaft veranstaltete Faschings- und Anna-Bälle, organisierte Konzerte und Theateraufführungen. Ihr Leitspruch lautete: „Gruß der Donau!“

1945 haben die meisten Villenbesitzer Ungarn verlassen. Ihre und die Villen und Grundstücke derer, die das Land nicht verlassen haben, wurden verstaatlicht und bis zur Wende 1989 als Gewerkschaftserholungsheime benutzt.1949 erreichte Leányfalu seine Selbstständigkeit von der Gemeinde Pócsmegyer.
In Leányfalu befindet sich das größte Freibad in der Pilis-Region, das von einer Thermalquelle gespeist wird. Das Quellwasser hat eine Temperatur von 62 Grad. Das Thermalbad verfügt über 3 Schwimmbecken, 2 Heilbecken,1 Kinderbecken und über eine Sauna. In dem 50-Meter-Becken werden auch Schwimmwettbewerbe veranstaltet. Das Thermalbad ist das ganze Jahr geöffnet. Im Winter erwartet hier auch eine Eislaufbahn die Gäste. Die Móricz-Gedenkausstellung kann im Museum für Ortsgeschichte besichtigt werden und dort wird auch das Andenken an die früher hier tätigen Künstler, Schriftsteller und Dichter, die Leányfalu entdeckten, bewahrt. Klassische Konzerte, Sonderausstellungen und andere Veranstaltungen kann man im Sommer besuchen. Der rot markierte Wanderweg führt bis auf den Vöröskő-Gipfel (521m). Von hier sind bei klarem Wetter die Gebirge Börzsöny und Cserhát sowie die Große Tiefebene zu sehen. Mehrere Wanderwege führen weiter nach Pilisszentlászló, Visegrád und Tahi. Der Radweg EuroVelo® - 6 führt durch das Dorf und ist eine der schönsten Strecken des Radwegs entlang dem Donauufer. Aufgrund der zentralen Lage von Leányfalu können Tagesfahrten nach Budapest, Szentendre, Visegrád, Esztergom, Vác und Eger unternommen werden.

Die Zahl der Einwohner in Leányfalu nimmt Jahr für Jahr zu. Dadurch wurden im Laufe der Zeit viele Einrichtungen und Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Versorgung der Einwohner geplant und mit großem finanziellen Aufwand verwirklicht.

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